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24 Stunden Heimreise und grosses Wiedersehen
Eine Besuchsreiche Woche
Montagmittag machte sich Janine auf den Heimweg zurück nach Griechenland. Leider war etwas der Wurm drin: Ihr erster Flug nach Rom hatte bereits anderthalb Stunden Verspätung, weshalb es mit dem Anschlussflug ziemlich knapp wurde. Doch manchmal hat man Glück im Unglück – der Weiterflug nach Athen hatte glücklicherweise ebenfalls eine Stunde Verspätung!
So kam sie am Ende fast zeitgleich mit Jan (Jegi) am Flughafen an, und die beiden konnten gemeinsam ins Hotel fahren. Leider wurden sie vom Taxifahrer direkt ordentlich abgezockt, weil sie den Preis nicht im Voraus ausgemacht hatten. Wieder was gelernt!

Stürmische Fährfahrt und ein herzliches Wiedersehen
Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre weiter nach Porto Heli. Kaum an Bord, fing es auch schon heftig an zu regnen – da lag das Glück auf ihrer Seite. Die Überfahrt war eine ziemlich wellige Angelegenheit, aber dank einer Reisetablette ging es beiden hervorragend und sie konnten ein paar Kreuzworträtsel zusammen lösen.
Währenddessen machte Jan an Bord die Routenplanung für die kommende Woche, besorgte frisches Wasser beim Tankwagen und bereitete Scialla auf unseren Gast vor. Er holten die beiden schliesslich in Porto Heli ab, und Juna konnte sich vor lauter Freude kaum noch halten.

Jegi war bereits im letzten Jahr auf Scialla in Montenegro zu Besuch. Da wir damals jedoch meistens im Hafen lagen, kam das echte Anker- und Bootsgefühl ein bisschen zu kurz. Diese Woche werden wir ausschliesslich vor Anker verbringen.

Natur pur auf Dokos und ein Regenschauer auf Poros
Um Jegi etwas Zeit zum Anklimatisieren zu geben, blieben wir zunächst im geschützten Revier, mussten das Wetter jedoch im Auge behalten. Nachdem wir am Mittwoch die letzten Einkäufe erledigt hatte, fuhren am Donnerstag etwa drei Stunden weiter zur Insel Dokos.


Ein herrlicher Kontrast zur Stadt! Es gibt nur einen kleinen Strand, keine Strassen und Infrastruktur, dafür aber pure Natur und absolute Ruhe – abgesehen von den Eseln an Land.

Was in dieser Woche anfangs an Wind fehlte, sollten wir ab dem Wochenende allerdings mehr als doppelt zurückbekommen. So zogen wir bereits am nächsten Tag weiter nach Poros. Wir mussten uns dort auf ankommende Unwetter einstellen. Von hier aus kann Jegi später auch wieder bequem mit der Fähre nach Athen zurückkehren. Poros bietet mit seiner grossen Bucht von fast jeder Seite Schutz und ist somit der perfekte Zufluchtsort bei Nordostwind.
Die Einfahrt nach Poros führt durch einen schmalen Kanal. Natürlich überholte uns da gleich noch ein riesiges Ausflugsschiff.

So nah fuhren wir noch nie an einem Kai vorbei. Aber der Ausblick auf die Stadt war herrlich! Poros hat viel Charme, und in den verwinkelten Gassen findet man abseits der Touristenpfade durchaus authentischere Ecken.


Leider zeigte sich das griechische Wetter von seiner ungemütlichen Seite: Es regnete oft, selbst tagsüber war es frisch, und heftige Böen zogen über die Bucht. Wir mussten Mabel mehrmals ausschöpfen, nachdem sie sich mit Regenwasser gefüllt hatte.

Familienbesuch und windige Ausflüge
Am Samstag kamen dann auch noch Janines Vater Walter und seine Partnerin Brigitte nach Poros. Die beiden hatten zuvor die schönsten Flecken des Peloponnes bereist und wollten uns unbedingt noch besuchen. Sie blieben noch bis zum Ende ihrer Ferien hier in Poros.

Ab dem Wochenende waren Böen bis zu 30 Knoten an der Tagesordnung, und die Fahrten mit dem Dinghy durch das kabbelige Wasser wurden zu einer ziemlich nassen Angelegenheit. Dafür wurden wir abends an Land immer mit feinem Essen belohnt!

Da Jan das Boot bei so heftigen Stürmen ungern ganz alleine lässt, blieben die beiden „Jans“ am Sonntag an Bord, während Janine und Juna mit Walter und Brigitte eine kleine Inselrundfahrt mit dem Mietauto unternahmen. Es ging zuerst zu den Ruinen des Poseidon Tempels, zum Vagionia Strand, danach noch zum Russian Bay und zuguterletzt zum Love Bay im Westen der Insel. Es war schön eine Insel mal mit einem anderen Fahrzeug zu erkunden.

