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Insel-Hopping und viel Besuch an Bord
Unsere bisher wind- und gästereichste Woche
Montags war das Wetter wieder etwas besser. Da unser Anker bereits einiges ausgehalten hatte und sicher hielt, liessen wir Scialla an diesem Tag allein. Wir fuhren zu fünft mit der Fähre rüber nach Hydra – die Überfahrt dauert nur etwa eine halbe Stunde.

Maultiere, Elektrokarren und Tausende Katzen: Unterwegs auf Hydra
Hydra ist grundsätzlich eine autofreie Insel (bis auf ein paar wenige Lieferwagen). Ursprünglich wurde alles mittels Maultieren oder Mauleseln transportiert. Auch heute sieht man noch einige von ihnen in der Stadt, wie sie die Koffer der Hotelgäste durch die engen Gassen tragen.

Fun Fact am Rande: Wisst ihr eigentlich den Unterschied zwischen Maultier und Maulesel? Bei einem Maultier ist die Mutter ein Pferd und der Vater ein Esel. Und bei einem Maulesel ist es genau umgekehrt (Mutter Esel, Vater Pferd)!
Inzwischen wurden viele der Tiere allerdings durch elektrische Handkarren ausgetauscht. Hydra ist ein ausgesprochen beliebtes Urlaubsziel und zieht auch viele Segler an. Allerdings war der Hafen derart vollgestopft und es gab extrem viel Welle durch die vielen an- und abfahrenden Fähren. Da war Anker-Chaos und Hafenkino vorprogrammiert. Auch zum Ankern vor der Stadt wäre es definitiv nichts für uns gewesen, weshalb wir von Anfang an planten, die Stadt per Fähre zu besuchen.


Wir spazierten der Küste entlang zu einem kleinen lokalen Fischerhafen und assen dort etwas Feines zu Mittag. Unterwegs begegneten uns extrem viele Katzen – denn auch dafür ist die Insel weitum bekannt. Laut Schätzungen leben rund 2’000 bis 4’000 Katzen auf Hydra. Teilweise gibt es hier also mehr Samtpfoten als Einwohner (ca. 2’000). Die Inselbewohner kümmern sich sehr gut um die Tiere, weshalb sie meist sehr gesund aussehen. Streicheleinheiten geniessen sie förmlich und fantastische Fotomodels sind sie natürlich auch!

Nachmittags schlenderten wir noch durch die malerischen Gassen der Stadt, bevor es abends wieder zurück nach Poros ging. Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt!

Abschied von Jegi und Geburtstag an Bord
Dienstag war bereits Jegis letzter Tag bei uns auf Scialla. Wir verbrachten ihn noch zu dritt an Bord mit einem selbstgemachten Abendessen. Es wurde gepackt, und am nächsten Vormittag gab es für Jegi noch eine Dusche an Land, bevor er mit der Fähre Richtung Piräus (Athen) aufbrach.

Am Freitag feierte Brigitte ihren 60. Geburtstag. Es war klar, dass die beiden unbedingt noch Scialla besuchen wollten – schliesslich hatten sie unser schwimmendes Zuhause noch nie live gesehen. Bisher war das leider nicht möglich, da wir so viel Wind und Welle hatten, dass das Aussteigen aus dem Dinghy für Ungeübte schlicht zu gefährlich gewesen wäre.

Zum Glück fanden wir ein kurzes Windfenster, um alle sicher an Bord zu bringen. Es gab eine ausführliche Schiffstour, kühle Getränke und einen kleinen Apéro. Danach hiess es aber auch für Walter und Brigitte: Koffer packen und nach einem letzten gemeinsamen Abendessen Abschied nehmen. Sie machten sich am Samstagmorgen mit dem Mietauto auf den Weg zurück nach Kalamata, um von dort aus heimzufliegen.

Kurze Gästepause und ein kleiner Luxus an Land
Am Samstag hatten wir also wiedermal einen ruhigen Tag nur für uns drei. Morgens umrundeten wir zu Fuss die Insel und danach kochten wir uns feine Gemüse-Halloumi-Fajitas und relaxten an Bord. Denn die nächsten Gäste machten sich bereits auf den Weg nach Poros!

Am Sonntagabend gönnten wir uns für je 8 € eine ausgiebige Dusche an Land. Herrlich, mit einem frischen Badetuch und warmem Wasser! Das „Bath and Go“ bietet diesen Service in der Nähe des neuen Hafenabschnitts an. Dieser bietet selbst noch nicht alle Dienstleistungen an. Das Angebot wird von all den Seglern und Charter-Crews rege genutzt. In dieser windigen und welligen Woche war es uns schlicht zu heikel, an Bord hinten auf der Badeplattform zu duschen.

Frisch gewaschen und blumig duftend holten wir schliesslich Jans Familie von der Fähre ab. Sie haben für eine Woche ein Apartment hier in Poros gemietet. Da wir im Winter nicht in die Schweiz kommen werden, wollten sie uns dieses Jahr noch einmal sehen.

