Kurs auf Komfort

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Freitag, Juli 10, 2026

Zwischen Hitzewellen und kühlen Brisen

Die Hitze macht uns mittlerweile auch in Griechenland schwer zu schaffen; selbst unter der Plache klettern die Temperaturen im Inneren von Scialla oft auf 30 Grad. Wenn dann noch eine hohe Luftfeuchtigkeit dazukommt, wird es für uns alle – und besonders für Juna – extrem anstrengend. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, in eine Klimaanlage zu investieren (329€).

Zwar kostet sie uns einiges an Platz und unser Stromsystem wird stärker belastet, aber das ist es uns wert. Jan hat sie sofort auf Herz und Nieren getestet, und glücklicherweise funktioniert sie einwandfrei an Bord (dank LiFePO4 Batterie und grossem Wechselrichter). Nach mehreren Tests wissen wir, wo sie am besten stehen sollte. Unsere aktuell beste Lösung ist, das Gerät ins Cockpit zu stellen und das Abluftrohr so umzufunktionieren, dass die kühle Luft direkt nach innen geleitet wird. So bleiben Hitze und Lärm draussen. Da Scialla kompakt ist, reicht schon ein - bis zwei Stunden Betrieb, um spürbare Erleichterung zu verschaffen und die Temperatur auf trockene 25° zu senken. Was wir jedoch definitiv merken: Das durchgebrannte 100-Watt-Solarpanel fehlt uns jetzt – wir sind also auf der Suche nach Ersatz.

55 Meilen zurück

Argostoli ist eine coole Stadt, aber der Ankerplatz war uns zu unruhig; besonders der abendliche Wind, der wie ein Kanal in die Bucht zieht, sorgte für eine ständige Schaukelei. Also nichts wie weg! Nach den Erledigungen konnten wir bei der Weiterfahrt endlich den Wind nutzen, gegen den wir bei der Ankunft noch kämpfen mussten. Herrlich, diese Ruhe vor dem Wind unter Segel!

Unser erstes Ziel, den Trapezaki Strand, erreichten wir bei glasklarem Wasser, doch der starke Schwell in der Nacht zwang uns bereits am nächsten Tag zur Weiterreise nach Skala.

Dort war es an den grossen Sandstränden etwas angenehmer und wir fanden genügend Platz. Nach zwei Nächten zog es uns schliesslich zurück nach Efimia – vor allem, weil der Waschsalon dort so praktisch nah am Dinghy-Dock liegt und die Wäsche längst überfällig war.

Kleine Experimente und Wasser-Bürokratie

Die Fahrt nach Efimia nutzten wir für ein kleines Manöver-Experiment: Wir versuchten das erste Mal „Schmetterling“ zu Segeln, also Vor- und Grosssegel auf verschiedenen Seiten. Der Wind war zwar etwas schwach dafür, aber es war schön, es einmal auszuprobieren. Die Stadt selbst ist süss und die Promenade entlang der Klippen wunderschön.

Da bei unserer Ankunft starke Winde aufzogen, ankerten wir sicherheitshalber etwas weiter draussen, anstelle uns zwischen andere Boote zu quetschen. Unser Anker hielt, wie so oft, beim ersten Versuch und wir gaben 60 Meter Kette bei 10 Meter Wassertiefe.

Unser Wasserverbrauch ist deutlich gestiegen, seit das Meer zum Reinspringen einlädt (und wir uns danach immer abduschen). Wir haben zwar unsere Wasserkarte, mussten aber feststellen, dass die Karte aus Vathy (30 €) in Efimia nicht funktionierte, weshalb wir für 12 € eine neue besorgen mussten. Ärgerlich, aber wir werden Efimia ohnehin noch ein- oder zweimal anlaufen – warum, das verraten wir euch dann zu einem späteren Zeitpunkt.

Da wir sehr oft frischen Hummus zubereiten und lieber Mandelcreme anstelle von Tahini verwenden, hat Jan das erste Mal Mandelmousse selber hergestellt. Dies ist definitiv eine Variante für die Zukunft (wenns Mal wieder keine Creme im Supermarkt gibt). Und es macht durchaus spass Dinge zu essen die man selber hergestellt hat. 

So hangeln wir uns von Bucht zu Bucht, lernen unsere Ausrüstung immer besser kennen und geniessen jeden Tag, an dem wir einfach die Anker lichten und weiterziehen können aber nicht müssen.

Barking Blue

Hier befinden wir uns zur Zeit:

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