Mädels-Wochenende und Winterpläne

Mädels-Wochenende und Winterpläne

Samstag, September 26, 2026

Von Wäschebergen, Abschied und feinen Tapas in Mallorca

Vor Janines Abreise gab es an Bord noch einiges zu tun. Dazu gehörte vor allem das Thema Wäsche: Da Selfservice-Waschsalons in dieser Region äusserst rar sind, mussten wir unsere Kleider abgeben. Das ist zwar bequem und erspart eine Menge Arbeit, hat aber auch seinen Preis. Da wir gleich die gesamte Bettwäsche mitgeben mussten, bezahlten wir mehr als das doppelte, stolze 75 Euro. Für frisch gewaschene, gebügelte und perfekt zusammengefaltete Wäsche zahlt man das am Ende doch jedoch gerne.

Wir fragten in der Marina von Porto Heli an, ob wir – natürlich gegen Bezahlung – Wasser bekommen könnten. Leider war das nur in Kombination mit einer Liegeplatzbuchung möglich, was für uns jedoch nicht infrage kam. Glücklicherweise fanden wir schnell eine andere Lösung. Da ohnehin jeden Tag ein Tanklastwagen am Steg stand, der Restaurants und Boote mit Wasser versorgt, konnte Jan dort problemlos die Kanister füllen (5€ pro 100 Liter).

Ausserdem stand ein grosser Einkauf für die Zeit an, in der Jan allein an Bord ist. Einkäufe mit Hund an Land sind sonst nur schwer zu bewältigen. Dabei zeigte unser Einkaufswagen nach all den Jahren Schwerstarbeit das erste Mal Spuren der Ermüdung.

Janines Mädels-Wochenende in Palma

Am Donnerstag hiess es dann erst einmal Abschied nehmen. Es war schon sehr ungewohnt nach so langer Zeit wiedermal getrennt zu sein. Die Fähre brachte Janine in knapp drei Stunden nach Piräus, von wo aus es mit dem Taxi knapp eine Stunde weiter in die Unterkunft ging.

Am nächsten Morgen folgte der Flug nach Palma de Mallorca, wo sie sich direkt mit ihrer Schwester Sandra, Loli und Nicole traf. Gemeinsam bezogen sie ein Hostel und machten sich auf, die Stadt zu erkunden. Als sie sich gerade den Palast ansahen, fing es heftig an zu regnen, sodass sie die Zeit erst einmal im Trockenen verbrachten.

Am Samstagmittag kam dann auch noch Ursina an, und kurz darauf machten sich die Fünf auf den Weg zur Kirche Església de Santa Eugènia für die Taufe und die Trauung der Familie Krull. Die anschliessende Feier fand auf einer wunderschönen Finca statt. Es wurde ausgiebig gefeiert und getanzt bis um halb drei Uhr morgens, bevor es mit einem Car wieder zurück in die Stadt ging.

Wir verbrachten den Sonntag ganz entspannt mit einer Fahrt in einem historischen Holzzug nach Sóller und zurück. Bei unglaublich leckeren Tapas genossen wir unsere gemeinsame „Girls-Time“ in vollen Zügen.

Das Team an Bord: Jan & Juna

Währenddessen machten es sich Jan und Juna auf Scialla gemütlich. Jan füllte täglich die Wasserkanister und freundete sich mit einem sehr netten Cafébesitzer an. Ausserdem stand eine kleine Reparatur an. Da unsere Heckdusche mittlerweile mehr Wasser seitlich verlor, als aus dem eigentlichen Duschkopf kam, wurde es Zeit für eine neue. Zum Glück gibt es vor Ort einen hervorragend ausgestatteten Bootsshop, in dem sich ein neuer Schlauch und ein passender Duschkopf fanden.

Die beiden genossen die gemeinsame Zeit an Bord, ausgiebige Spaziergänge und viel Ruhe. Jan nutzte die freien Tage zudem intensiv, um sich mit Claude Code, ChatGPT Codex und lokalen LLM's auszutauschen – er ist tief in das KI-Rabbithole gefallen (thx Benggy).

Nächste Woche bekommen wir übrigens wieder Besuch und freuen uns schon riesig darauf, einen lieben Gast zum zweiten Mal an Bord willkommen zu heissen!

Warum Porto Heli für uns so speziell ist

Wir haben uns entschieden, den kommenden Winter komplett in Griechenland, genauer gesagt in Porto Heli, zu verbringen und nicht zwischendurch in die Schweiz zu reisen. Der Grund: Wir werden im nächsten Jahr noch etwa eine halbe Saison weitersegeln. Danach wird Scialla an Land eingelagert und wartet dort auf ihre nächste grosse Reise, hoffentlich mit uns an Bord ;-)

Bei der Suche nach einem geeigneten Winterhafen wollten wir natürlich unser Budget nicht sprengen. Die Marina in Kalamata wäre zwar eine deutlich günstigere Option gewesen, allerdings waren dort die Sanitäre Anlagen wirklich grausam – ein bisschen Komfort darf es dann eben doch sein. Da Porto Heli eine sehr moderne Marina mit zeitgemässen Sanitäranlagen ist, fiel die Wahl schliesslich auf diesen Standort.

Ausserdem gab es zwei wichtige Punkte auf unserer Liste. In der näheren Umgebung liegen wunderschöne Ankerplätze, die schnell zu erreichen sind, und Athen ist nur drei Autostunden bzw. Fährenstunden entfernt. Wir möchten diesen Winter nämlich öfter mal für ein paar Tage weg von der Marina sein – schließlich lässt sich in fünf Monaten einiges unternehmen.

Wir würden uns sehr freuen, den einen oder anderen von euch im Winter mal wieder via Videochat zu sehen.

Barking Blue

Hier befinden wir uns zur Zeit:

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