Hier befinden wir uns zur Zeit:

Rund ums Tainaron Kap
Von piratenerprobten Buchten bis ins glasklare Wasser von Elafonisos.
Montagabend stand für Jan noch Arbeit auf dem Programm: eine Firewall-Migration bei einen Kunden in der Schweiz. Zum Glück hilft ihm sein ehemaliger Arbeitskollege jeweils, wenn etwas vor Ort montiert, eingesteckt oder aufgebaut werden muss (thx Abdi)!

Als dieses Projekt glücklicherweise ohne grosse Komplikationen über die Bühne ging, wurde Scialla bereits für die Abfahrt am nächsten Tag vorbereitet. Wir waren nun genau eine Woche in der Marina gewesen.
Frische Brise und ein Stopp in Kardamili
Wir legten problemlos ab, und kaum waren wir aus dem Hafen, stieg unsere Laune deutlich. Die frische Brise im Gesicht und die Aussicht auf ein herrliches Bad direkt vom Boot aus waren einfach grossartig.

Wir fuhren etwa zehn Meilen nach Kardamili und ankerten in der Bucht südlich der Stadt. Das Ankermanöver mussten wir einmal wiederholen, da wir etwas zu nah an einen riesigen Unterwasser-Felsbrocken geraten waren. Der Wellengang störte uns vor Ort zwar wieder ein wenig, war aber gut auszuhalten. Die Fahrt in die Stadt dauerte mit dem Dinghy etwa zehn Minuten.

Kardamili ist klein, aber sehr schön. Als Fussgänger ist es allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, dass mitten durch den Ort eine Hauptstrasse führt, während die Gehwege sehr schmal sind und meist noch von Restaurant-Tischen oder Auslagen blockiert werden. Wir blieben zwei Nächte, bevor wir den nächsten Sprung nach Dirou antraten.

Naturschauspiele an der Küste
Die berühmte Tropfsteinhöhle von Dirou ist ein beliebtes Ausflugsziel. Da wir jedoch nur eine Nacht blieben, die Höhle früh schliesst und Jan noch weitere Arbeit zu erledigen hatte, liessen wir diese Sehenswürdigkeit aus. Rundherum ist alles im Umbau und mittlerweile entstand dort ein Restaurant und ein kleiner Souvenirshop.
Als wir abends an Land gingen, wurden wir dafür mit einem der absolut schönsten Sonnenuntergänge belohnt! Etwas weiter nördlich zog ein Gewitter vorbei, sodass Wolken in allen erdenklichen Farben und Formen an uns vorüberwirbelten.

Am nächsten Morgen trafen Jan und Juna am Strand auf drei Kühe – da kam gleich ein bisschen Heimatgefühl auf!


Piratenbucht
Die nächste Fahrt führte uns schliesslich ums Kap herum bis nach Porto Kagio, einer gut geschützten Bucht mit einer kleinen Ansammlung von Häusern.



Die Geschichte des Ortes ist faszinierend. Früher lebten die Menschen hier weit oben in den Hügeln, gut geschützt vor ständigen Piratenangriffen, die von der See aus drohten. Erst später siedelten sie sich weiter unten an der Küste an und bauten neuere Häuser direkt am Strand.



Internet gab es vor Ort sehr spärlich (zum Glück musste Jan nicht mehr arbeiten), wir genossen daher die beeindruckende Szenerie umso mehr. Tagsüber ist es nach wie vor herrlich warm, doch da es abends inzwischen deutlich früher dunkel wird, kühlt es merklich ab.


Quick-Fix an Bord und weiter nach Elafonisos
In der V-Berth vorne bemerkte Jan, dass die Holzabdeckung über dem Ankerwinschen-Antrieb nicht mehr richtig passte. Er demontierte sie und stellte fest, dass sich durch die Last beim Ankeraufholen mit der Zeit alles leicht "gedreht" hatte. Zum Glück handelte es sich um einen schnellen Fix und zog kein grösseres Projekt mit sich.

Da die Nächte in Porto Kagio äusserst ruhig waren, blieben wir schliesslich länger als ursprünglich geplant und machten uns erst am Sonntag auf den Weg nach Elafonisos.

Die kleine Insel in der Nähe des östlichen Kaps von Peloponnes entpuppte sich als echtes Juwel – mit einem Wasser, das so kristallklar war wie in bisher keiner anderen Bucht in dieser Saison.

