Traumbucht & Krankenlager

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Samstag, Oktober 24, 2026

Zwischen spiegelglattem Meer und gesundheitlichen Turbulenzen

Am Montag hiess es Abschied nehmen von Poros. Etwas mehr als zwei Wochen waren wir nun vor Ort gewesen. Wir fuhren unter Motor rund vier Stunden weiter nach Ermioni und konnten dabei gleich unsere Batterien laden. Im Gegensatz zum Sommer, als unsere Batterien immer randvoll waren, merken wir nun die abnehmenden Sonnenstunden.

Dort ankerten wir etwas weiter entfernt vom Städtchen in einer kleinen Bucht im Westen. Die Bucht hatten wir die meiste Zeit ganz für uns allein, und besonders morgens war das Wasser jeweils spiegelglatt – einfach traumhaft!

Wenn die Gesundheit nicht mitspielt

Leider waren wir beide gesundheitlich ziemlich angeschlagen. Janine hatte bereits aus Mallorca eine Erkältung mitgeschleppt. Wir dachten schon, dass Jan verschont bleiben würde, aber da auch Jans Papa etwas kränkelte, war es schlussendlich wohl doch zu viel Kontakt mit den Viren. Janine erwischte es gleich noch ein zweites Mal, sodass sie zwei Krankheitszyklen hintereinander durchmachte. Sehr schade, dass das ausgerechnet in der Zeit passierte, als wir so viel Besuch hatten! Jans Mami blieb zum Glück die ganze Zeit über kerngesund.

Ermioni selbst ist ein wunderschöner Ort für Spaziergänge. Die Landzunge ist komplett bewaldet und Juna konnte wieder einmal nach Herzenslust frei laufen, schnuppern und im grünen Gras herumtoben.

Schildkröten-Begegnung und Notfall beim Tierarzt

Unterwegs sahen wir sogar eine Landschildkröte! Sowohl die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni boettgeri) als auch die Breitrandschildkröte (Testudo marginata) sind hier in der Region heimisch. Juna wollte die seltsame Kreatur natürlich sofort genauer auschecken und stürzte sich etwas gar schnell darauf. Jan reagierte blitzschnell und hielt sie davon ab – verstauchte sich dabei allerdings blöd den Zeh, weil er Flip-Flops trug. Irgendwie war gesundheitlich definitiv nicht unsere Woche ...

Denn auch Juna hatte wieder einmal mit ihrer Analdrüse zu kämpfen. Es verschlimmerte sich extrem schnell, weshalb wir notfallmässig mit dem Taxi 20 Minuten in die nächste Stadt zum Tierarzt fuhren. Die Drüse war (wie damals in Lavagna vor anderthalb Jahren) wieder kurz vor dem Durchbrechen. Um den Druck zu nehmen und den Heilungsprozess zu starten, musste der Arzt sie manuell öffnen. Also: Maulkorb an und gut festhalten! Der Tierarzt erledigte das Ganze zum Glück sehr schnell und effizient. Antibiotika und Schmerztabletten standen für Juna nun auf dem täglichen Menüplan. Der Tierarzt liegt zum Glück so zentral, dass wir ihn später auch von Porto Heli aus schnell erreichen können.

Abschied von Sandra und ein 42-Stunden-Abenteuer

Sandra genoss in dieser Zeit das tägliche Schwimmen im Meer, ausgiebige Spaziergänge und die griechische Gelassenheit. Am Sonntag stand dann bereits das letzte gemeinsame Abendessen an, bei dem Juna nochmals das volle „Grosi-Treatment“ genoss.

Am nächsten Morgen früh machte sich Sandra schliesslich auf den Heimweg. Diesmal reiste sie komplett über den Land- und Seeweg mit Fähren und Zügen zurück. Insgesamt 42 Stunden Reisezeit standen ihr bevor – aber sie wollte diese Herausforderung und das kleine Abenteuer unbedingt ausprobieren!

Liebe Sandra, danke, dass du uns noch eine weitere Woche auf unserer Reise begleitet hast, auch wenn wir gesundheitlich nicht ganz auf 100 Prozent waren!

Barking Blue

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