Venezianische Kastelle und die Magie von Methoni und Koroni

Venezianische Kastelle und die Magie von Methoni und Koroni

Freitag, August 28, 2026

Auf dem Weg um die Südwestspitze Peloponnes

Am Montagmorgen machten wir uns früh auf den Weg an Land, um Lebensmittel, Trinkwasser, Benzin und Diesel aufzustocken. Zum Glück haben wir in Mabel genügend Platz für all die Vorräte, auch wenn wir das zusätzliche Gewicht bei der Rückfahrt sofort merkten – das Beiboot liegt dadurch etwas ruhiger im Wasser und wird von den Wellen weniger herumgeschleudert.

Da der Wind bereits wieder auffrischte, liessen wir Mabel kurzerhand im Wasser, lichteten den Anker und fuhren zurück in unsere vorherige Bucht. Dort ist das Wasser deutlich ruhiger und auch der Wind weht spürbar sanfter. Später nahmen wir Mabel dann doch an Bord, nutzten für den Weg an den Strand das SUP, machten alles startklar und setzten am nächsten Tag die Reise fort. Nächster Halt: Methoni!

Methoni liegt an der Südwestspitze Peloponnes und ist einer dieser magischen Orte, an denen man sofort zur Ruhe kommt. Zwischen venezianischer Geschichte und gemütlichem Kleinstadt-Flair lässt es sich hier wunderbar verweilen, ganz egal ob vom Land aus oder direkt vom Wasser.

Das absolute Highlight ist das riesige venezianische Kastro. Die alte Festung ragt weit ins Meer hinaus und ist über eine steinerne Bogenbrücke zu erreichen. Wir bezahlten den Eintritt von 5 Euro pro Person und streiften über das weitläufige Gelände. Überall stolpert man über alte Mauern, versteckte Ruinen und jede Menge Geschichte.

Ganz am Ende der Landzunge steht das Bourtzi – ein fotogener Wehrturm auf einer winzigen Insel im Wasser, wo man am späten Nachmittag perfekt den Sonnenuntergang geniessen kann.

Kürzere Tage und die Festung von Koroni

Apropos Sonnenuntergang: Wir merken deutlich, dass die Tage bereits wieder kürzer werden und es mittlerweile um 21 Uhr komplett dunkel ist. Die dramatischen Sonnenuntergänge geniessen wir natürlich trotzdem in vollen Zügen, gerade hier in Methoni, wo die Sonne direkt hinter dem Kastro versinkt und die alte Burg in ein wunderschönes Rot- und Goldlicht taucht. Auch in Methoni gab es zwar etwas Schwell, aber es war weitaus angenehmer als zuletzt in Pylos. Weil uns der Ausblick auf die Burg so gut gefiel, blieben wir länger als ursprünglich geplant. 

Gegen Ende der Woche ging es dann weiter nach Koroni. Dieser sehr authentische Ort wurde uns von Christa und Pascal empfohlen, die mit ihrem Camper sechs Monate lang über die Balkanstaaten bis in die Türkei reisten und einige Zeit in Griechenland verbrachten. Wegen der vorhergesagten Winde entschieden wir uns, auf der Südseite der Stadt zu ankern, um hoffentlich weniger Schwell und Böen abzubekommen. Das erwies sich als kluge Wahl, nicht nur wegen des Wetters, sondern vor allem wegen der grandiosen Aussicht: Oben auf dem Berg thronen eine imposante Festung und die markante Kirchenanlage samt Kloster.

Natürlich unternahmen wir auch hier einen Spaziergang über das Gelände und Janine liess erneut die Drohne aufsteigen (später nochmals mit Start und Landung direkt auf dem Boot. Gar nicht mal so einfach, wenn sich Scialla ständig bewegt!)

Danach schlenderten wir ins Dorf und gönnten uns ein leckeres Frühstück. Das Städtchen wirkt unglaublich gemütlich und nah am echten griechischen Leben. Auch der Minimarkt ganz in der Nähe unseres Ankerplatzes erwies sich als äusserst praktisch. So verbrachten wir eine abwechslungsreiche Woche voller herrlicher Aussichten an wunderschönen, kleinen Orten.

Barking Blue

Hier befinden wir uns zur Zeit:

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