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Zu viert an Bord und das Camper-Feeling auf See
Besuch von Freunden, Segel-Action und Buchten-Hopping auf Ithaka
Der Montag stand ganz im Zeichen von Waschen und Putzen – und einem kleinen Kaffeedrama: Mitten in einer heftigen Welle segelte unsere geliebte French Press in den Untergang. Da unsere Gäste – und Kaffeeliebhaber – bereits im Anmarsch waren, musste schnell Ersatz her. Wegen heftiger Böen waren wir heilfroh, dass Debi und Michi nicht schon am Montag anreisen mussten; das hätte kein allzu entspannter Urlaubsstart werden können.
Am Dienstag zeigte sich Efimia dann von ihrer Schokoladenseite. Der Flug war pünktlich, der Taxifahrer wartete, und Jan holte die beiden samt Gepäck am Dinghy-Dock ab. Auf Scialla wurden sie von Juna mit wildem Schwanzwedeln begrüsst.

Debi und Michi sind im selben Dorf wie Jan aufgewachsen, man kennt sich also bereits ein paar Jahre. Nach einer ersten Runde Schwimmen, einem Restaurantbesuch und einem Spaziergang über die Klippenpromenade schliefen die beiden in der V-Berth im Bug sofort tief und fest. Man merkt, dass sie durch ihren eigenen Campervan an enge Räume gewöhnt sind. Wie wir oft sagen: Es ist eben Camping auf dem Wasser – mit festen Routinen, klaren Aufgaben und Teamarbeit.

Segeln, Workouts und ein Kaffeefleck als „Full Experience“
Michi hatte kurz vor der Reise seine SBF-See-Prüfung abgelegt, und das frisch erlangte Wissen konnte er direkt an Bord anwenden. Nachdem der Anker gelichtet war, setzten wir draussen sofort die Segel. Aufkreuzen war angesagt, und wir kitzelten mit einer Topgeschwindigkeit von 6.1 Knoten alles aus Scialla heraus (sorry, Meyer... ;-)). Durch die starke Krägung kippte prompt die neue French Press um, und der Kaffeesatz hinterliess einen unübersehbaren Fleck auf dem Teppich. Aber hey, das gehört zur „Full Experience“ einfach dazu!

Unser Ziel war die traumhafte Bucht von Filiatro mit ihrem türkisblauen Wasser. Unser Personal Trainer Michi stellte spontan ein Crew-Workout zusammen, das wir alle gemeinsam absolvierten – Fitnessstudio mit anschliessendem Sprung ins kühle Nass - herrlich!

Zwischen Stopps in Vathy und Anker-Herausforderungen
Weiter ging es nach Vathy, der Hauptstadt von Ithaka, wo wir zwei Tage blieben. Hier gab es frisches Wasser, aufgefüllte Lebensmittelvorräte und einen Stadtbummel. Jan leistete sich dabei eine Kettlebell für das Bord-Workout, mit der er anschliessend wie mit einer Handtasche durch die idyllischen Gassen spazierte – ein herrlicher Anblick!


Auf dem Weg in den Norden suchten wir uns eine ruhige Bucht, scheiterten jedoch an Felsgrund unter Sand und mussten nach zwei Versuchen weiterziehen. Immerhin entschädigte uns eine direkt am Boot vorbeiziehende Meeresschildkröte. Auch in Kioni hatten wir kein Glück, da die Bucht bereits voll belegt und in der Mitte zu tief zum freien Ankern war.
Schliesslich fanden wir in der Bucht von Marmagas ein echtes Schmuckstück. Die kleine Insel mit der einsamen Kapelle darauf bot eine malerische Kulisse, die Michi und Debi direkt per SUP erkundeten.


Das klare Wasser nutzen wir gleich dazu, Scialla's Unterwasserschiff von unerwünschten Bewuchs zu befreien.

Da wir uns die Taverne an Land für den nächsten Tag vorgenommen haben, kochten wir uns ein leckeres Abendessen an Bord. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie perfekt der Reisestil der beiden zu unserem passt: Einfach in den Tag hineinleben, den selbstgebrauten Kaffee und das Müsli am Morgen geniessen und sich daran erfreuen, dass man keine Touristen-Hotspots abklappern muss, um glücklich zu sein.

